By PIXIT
20. August 2021

Wenn du im Marketing, Vertrieb oder Kundenservice arbeitest, hast du vermutlich schon von HubSpot gehört. Der Software-Anbieter bietet Tools für alle drei Geschäftsfelder an. Im Kern steht dabei das CRM von HubSpot. Wir zeigen dir in diesem Artikel, welche Funktionen es beinhaltet, die deinem Unternehmen bei den Kundenbeziehungen helfen und wie speziell Agenturen von HubSpot profitieren können.

Was ist ein CRM?

Bevor wir die Besonderheiten des CRM von HubSpot besprechen, wollen wir den Begriff genauer unter die Lupe nehmen. Die Abkürzung CRM steht für Customer Relationship Management, also Kundenbeziehungsmanagement. Das ist sowohl eine Disziplin des Marketings als auch eine Softwarelösung, die für die Umsetzung dieser Marketingmaßnahmen genutzt wird.

Mit einem CRM kannst du die Daten von Kunden, Lieferanten und anderen Kontakten erfassen, sortieren und für die Beziehungspflege nutzen. Denn je mehr du über einen Kontakt weißt, und ihn dementsprechend ansprechen kannst, desto eher wird er ein langjähriger Kunde oder sogar ein Partner.

Die abgeschlossenen Deals können dann ebenfalls im CRM hinterlegt werden. Wenn du sie richtig nutzt, wird die Beziehung mit der Zeit immer stärker.

HubSpot: Wer steckt dahinter?

HubSpot ist ein Unternehmen, das im Jahr 2005 von Brian Halligan und Dharmesh Shah am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründet wurde. Die Gründer lernten sich bereits im Master-Studium kennen.

Dort stellten sie fest, dass ausgesendete Werbung den meisten Verbrauchern mit der Zeit zu aufdringlich wird. Also wollten sie eine Lösung erfinden, bei der die Kunden zum Anbieter kommen, statt von ihm „gestört“ zu werden. So entstand die „Inbound-Methodik“. 

2014 ging HubSpot schließlich an die Börse und ist heute international vertreten. Das Konzept ging also auf: Das Unternehmen konnte sich als Begründer der Inbound-Methodik etablieren. Diese Methodik bringt es nun gerne allen Interessenten bei. Dazu wurde unter anderem die HubSpot Academy gegründet, eine Sammlung von kostenlosen Kursen zu Marketing und Sales-Themen.

Was verbirgt sich hinter der Inbound-Methodik?

Die Besonderheit der Methode wird klar, wenn man sie dem Outbound-Marketing entgegensetzt: Beim Outbound sucht das Unternehmen nach Kunden, indem es zum Beispiel Werbespots in Radio und TV schaltet. Beim Inbound-Marketing werden die Kosten für die Reichweite gespart.

Stattdessen werden problemlösende Inhalte (Erklärvideos, Blogbeiträge, Case-Studies, Whitepaper, etc.) auf der eigenen Website veröffentlicht, die das Unternehmen dann als Experten bzw. Thought Leader darstellen. Der Kunde soll durch diesen „Mehrwert“ das Unternehmen finden, statt vom Unternehmen mit Werbung zu bombardiert zu werden.

Bis hierhin überschneidet sich Inbound-Marketing mit Content-Marketing. Doch es umfasst auch die darauffolgenden Schritte, nämlich Suchmaschinenoptimierung (SEO), Lead-Generierung, der Kommunikation mit den Leads, der Leitung durch den Sales-Funnel und letztlich der Deal-Abschluss und die weitere Kundenbeziehung. Alles geschieht direkt im Unternehmen, ohne bezahlte und zwischengeschaltete Stellen.

Inbound Marketing (Hubspot)
Inbound Marketing Cycle (Hubspot)

HubSpot CRM Funktionsübersicht

Die Basis-Version des CRM-Programms kann bereits nach einer kurzen Online-Anmeldung gestartet werden und ist kostenfrei. Darin können Kontakte mit Adresse, E-Mail, Telefonnummer und Kategorisierung angelegt werden. Zusätzlich können E-Mail-Konten verknüpft werden.

Für wiederkehrende Nachrichten gibt es die Option, Vorlagen zu erstellen. Wenn ein Telefonat stattgefunden hat, können Notizen hinzugefügt werden. Auch eine Chat-Funktion kann auf deiner Website eingebaut und über HubSpot verwaltet werden.

Wenn doch mal etwas Werbung gemacht werden soll, können Anzeigen auf Facebook, Instagram, LinkedIn und Google erstellt werden. Damit kannst du Interessenten dann auf Landing Pages leiten, die direkt über HubSpot erstellt wurden. Am Ende kannst du ein Formular einbauen, um ihre Kontaktdaten zu gewinnen. Der Besucher erhält für seine Daten deinen tiefergehenden Content, zum Beispiel ein E-Book.

Zudem ist ein einfaches Tool für Tasks im CRM integriert sowie ein Ticketcenter für Kundenanfragen. Im Reports-Bereich kannst du deine Statistiken anschauen, also einsehen, von wo du den meisten Traffic generierst oder woher die stärksten Leads kommen.

Für weitere Funktionen sind kostenpflichtige Erweiterungen von HubSpot nötig. Aber schon die kostenfreie Lösung bietet dir einen großen Umfang an Leistungen.

Hubs: Mögliche Erweiterungen des CRM

Das System lässt sich gegen Gebühren erweitern. Zum Beispiel kannst du die Verwaltung von Social-Media-Kanälen in HubSpot integrieren. Es wird dann nur noch ein Login benötigt, um überall zu posten. Ebenso bietet der Software-Hersteller ein integriertes SEO-Tool.

Wenn du dir mehrere Funktionen auf einmal wünschst, können folgende „Hubs“ angebunden werden:

  • Marketing Hub
  • Sales Hub
  • Service Hub
  • CMS Hub und Operations Hub

So beinhaltet der Marketing Hub beispielsweise E-Mail-Kampagnen und eine Marketing-Automation, A/B-Tests und ein Kampagnenreporting. Der Sales Hub erlaubt einen Meeting Schedule, elektronische Signaturen, die Anzeige, wer welche Produkte gekauft hat oder in der Enterprise-Version ein „Predictive Lead Scoring“.

The HubSpot CRM Platform (Hubspot)

HubSpot: Vorteile und Nachteile

Ein großer Vorteil ist, dass du gratis starten und daraufhin die Kosten staffeln kannst. Nicht jedes CRM bietet eine solch umfangreiche Basisversion und besonders für kleine Unternehmen sollte dies ausreichen. Wenn du aber den vollen Umfang nutzen möchtest, kann es recht teuer werden. Du solltest also genau herausfinden, was du wirklich benötigst.

Punkten kann HubSpot des Weiteren mit seiner hohen Benutzerfreundlichkeit. Es braucht nur wenige Minuten, sich im System zurecht zu finden. Das meiste ist selbsterklärend und nicht einmal für die Erstellung der Landing-Pages oder der Formulare sind Entwicklerkenntnisse nötig. Um dein Wissen zu erweitern, gibt es umfangreiche Tutorials, die du in der HubSpot Academy finden kannst.

Als Nachteil sei genannt, dass HubSpot sehr viele Bereiche abdecken will und daher zum Teil nur an der Oberfläche kratzt. Vor allem bei der Marketing-Automation handelt es sich um ein Basis-Tool, das eher für die begrenzten Kontakte im B2B geeignet ist als für Tausende bis Millionen Kunden im B2C-Geschäft.

Das Solution Partner Programm für Agenturen und Co.

Bist du in den Branchen Marketing, Vertrieb, Kundenservice, Web-Design, CRM oder IT-Service tätig? Dann bietet dir HubSpot ein Partnerprogramm an. Es eignet sich vor allem für Agenturen, die ihre Leistungen an Kunden weiter vertreiben.

Wenn du Solutions-Provider bist, erhältst du eine Provision, sobald du deine Kunden zu HubSpot-Kunden machst. Damit diese Wahl sowohl dir als auch deinem Kunden einen Mehrwert bietet, erhältst du Trainingsangebote von HubSpot gestellt und kannst dieses Wissen an deine Kunden weitergeben. Du wirst außerdem Teil einer Community und in ein Anbieterverzeichnis aufgenommen.

Als Solutions-Partner der höheren Stufe steht dir ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung sowie ein Demo-Zugang für Interessenten. Deine Kunden zahlen nichts für das Onboarding von HubSpot.

Zusätzliche Vorteile werden mit einen bestimmten Umsatz freigeschaltet. Hier gibt es jedoch eine Einschränkung: Dein Unternehmen benötigt eine bestimmte Größe, damit das Programm rentabel ist.

Ob HubSpot die richtige Wahl für dich ist, können wir gerne gemeinsam erörtern. Kontaktiere uns, wenn du mehr darüber erfahren möchtest, welches digitale Tool das Beste für dein Unternehmen ist! Wir freuen uns auf deine Anfrage!

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